Die Dauerausstellung

In unserer Dauerausstellung erwartet Sie zunächst eine Einführung in die Geschichte der Alamannen und ihre Beziehungen zu den Römern. Mit zahlreichen Illustrationen wird die siedlungsgeschichtliche Entwicklung vor und während der Alamannenzeit anschaulich dargestellt.

Die Dokumentation über die Ausgrabungen in Vörstetten soll Ihnen nicht nur die archäologische Arbeit vermitteln, sondern soll auch Auskunft über das geben, was nach mehr als 1600 Jahren im Boden konserviert von der einstigen Siedlung erhalten geblieben ist. Einige originale Fundstücke aus den Grabungen können Sie in den Vitrinen besichtigen.

 

 

 

 

Rekonstruierte Kleidung bietet Ihnen die Möglichkeit, sich als Alamanne oder Alamannin zu fühlen und auch gerne die Ausstellung so zu erleben.

Hätten Sie gewusst, was bei den Alamannen auf den Tisch kam? Wie man aus Knochen und Geweih Kunstgegenstände herstellt oder was ein Rennofen ist? Wie Kleidung hergestellt wurde und wie bunt sie wirklich war? Diese und weitere Fragen werden im ersten OG anhand der Tafeln leicht verständlich in Wort und Bild beantwortet. Ein Highlight bieten die Repliken zu den einzelnen Themengebieten. Hier heißt es: anfassen und ausprobieren erlaubt! Spinnen Sie einen Wollfaden, weben Sie Stoffe an unserem Webstuhl, oder entdecken Sie Ihre Fähigkeiten an der Drechselbank.

Im Medienraum informiert Sie ein Kurzfilm „Vom Pfostenloch zum Wohnstallhaus“  über die archäologische Rekonstruktion des Gebäudes.

Im ersten OG des Museums sind zwei kleine Ausstellungen zum Thema "Vom Korn zum Brot" und "Am Anfang war das Feuer" zu sehen.

 

 

 

 

 

Ausgehend vom Grabungsbefund der archäologischen Ausgrabungen im Gewann „Grub“ (heute Gewerbegebiet) hat die Archäologin und Zeichnerin Christina von Elm ein Bild der frühalamannischen Siedlung gezeichnet. Archäologisch nachgewiesen sind ein Wohnstallhaus, mehrere kleinere Gebäude, ein Rundspeicher (Rutenberg), ein Brunnen und ein Erdofen (vermutlich eine Getreidedarre). Das Bild wurde ergänzt um ein Grubenhaus und einen Lehmkuppelofen.

 

© Das Bild ist urheberrechtlich geschützt.

 

Im Auftrag des Museums- und Geschichtsvereins Vörstetten e.V. wurde im Römisch-Germanischen-Zentralmuseum in Mainz eine Kopie des sog. „Vörstetter Runenringes“ angefertigt. Den Ring fand Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts Karl Meier (Löwenwirt in Vörstetten) bei der Kartoffelernte in der Nähe von Schupfholz (2 km westlich von Vörstetten). Das Original des Ringes wird in der Schatzkammer des Archäologischen Museums Colombi-Schlössle in Freiburg ausgestellt.

Der goldene Fingerring enthält eine Gemme aus blauem Glasflusstein, in die eine Merkurdarstellung eingraviert ist. Auf der Innenseite sind Einritzungen germanischer Runenzeichen erkennbar: das Runen-F aus dem germanischen „Fehu“ für Vieh, das Z für Algiz“ als Zeichen für Abwehr, das W für „Wunjo“ als Zeichen für Wonne und Freude und das G als Zeichen für „Gibu“ für Gabe und Geschenk. Diese Runenzeichen könnten sinngemäß bedeuten, dass ein Schenkender dem Beschenkten Wohlstand, Abwehr von Bösem und Freude wünscht.

Der Ring wurde dem Museum von Prof. Dr. Wolf-Georg Forssmann gestiftet.

 

 

Die Digitalvisualisierung ist als Panoramabild in der Dauerausstellung im Museum zu sehen (EG).

Von der alamannischen Höhensiedlung auf dem Zähringer Burgberg hat man einen guten Überblick:

Unten in der Rheinebene liegt die frühalamannische Siedlung VörstettenHinten am Horizont entdeckt man nördlich des Kaiserstuhls das römische Militärlager bei Jechtingenim Süden das römische Prätorium auf dem Breisacher Münsterberg .<>x

  1. Bild links: Unten in der Rheinebene liegt die frühalamannische Siedlung Vörstetten
  2. Bild Mitte: Hinten am Horizont entdeckt man nördlich des Kaiserstuhls das römische Militärlager bei Jechtingen
  3. Bild rechts: im Süden das römische Prätorium auf dem Breisacher Münsterberg .

 

© Das Bild (Digitalvisualisierung) wurde speziell für die Dauerausstellung des Alamannen-Museums entworfen.  Es darf ausschließlich nur für Zwecke des Alamannen-Museums verwendet werden.

Der Blick in den nördlichen Breisgau vom Zähringer Burgberg aus gesehen – dort befand sich vor ca. 1.600 Jahren die Höhensiedlung eines alamannischen Fürsten. Im Tal unten rechts erkennt man die Vörstetter Alamannensiedlung, im Hintergrund nördlich des Kaiserstuhls das Römerkastell bei Jechtingen (Sponeck) und südlich das römische Prätorium auf dem Breisacher Münsterberg.

Die detailreiche 3D-Visualisierung wurde in einer 12monatigen Entwicklungszeit auf wissenschaftlicher Grundlage im Auftrag des Alamannen-Museums Vörstetten vom Kommunikationsdesigner Markus Dold (GD90) fotorealistisch erarbeitet. Das Bild ermöglicht eine visuelle Reise in die Zeit um 400 n. Chr. (nachgewiesen durch C 14-Analysen archäologischer Grabungsfunde), als Alamannen und Römer Nachbarn am Oberrhein waren. Mit dieser neuen Darstellung gleich zu Beginn der Ausstellung wird eine verständliche Einführung in die Dauerausstellung des Alamannen-Museums möglich – und mit ihr die historische Situation, in der Alamannen und Römer in der Übergangszeit zwischen Spätantike und Frühmittelalter sowohl in friedlichen Austauschbeziehungen standen, aber auch in kriegerische Konflikte verwickelt waren.

Dieses Schlüsselmotiv stellt eine gelungene Mischung zwischen einer fotorealistischen Wiedergabe der (retrospektiv veränderten) Landschaft und der museumspädagogischen notwendigen „Hervorhebung“ wichtiger Bildmerkmale (Prätorium und Römerkastell) dar, die man eigentlich nur mit dem Fernglas oder gar nicht erkennen würde.

 

 

Öffnungszeiten:

Freilichtsaison (Mai - Oktober)

Donnerstag:10 - 17 Uhr

Freitag:10 - 15 Uhr

Samstag:14 - 18 Uhr

Wintersaison (November - April)

Mittwoch:10 - 15 Uhr

Donnerstag:10 - 17 Uhr

Freitag:10 - 15 Uhr

 

An Feiertagen ist das Museum

geschlossen.

 

 

Eintrittspreise:

Erwachsene:4,00 €

Ermäßigt*:2,00 €

*(Schüler, Studenten, Auszubildende

   und Behinderte mit Ausweis)

 

 

 

 

 

 

Das Museum ist

behindertengerecht.

Das Museum verfügt über

einen Behindertenparkplatz

sowie über einen Fahrstuhl

und behindertengerechte

Sanitäranlagen.

 

Telefon: 07666 - 88 200 42

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